Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. dpa/Kay Nietfeld

Gerhard Schröder auf dem  Weg zur „Witzfigur“: „Man wird ihn nicht als Kanzler in Erinnerung haben – sondern als jemanden, der zum Schluss an der Grenze zum Lächerlichen unterwegs war!“,  sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach über seinen SPD-Parteigenossen.

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Die Vermittlungsversuche Schröders seien naiv, erkläre Lauterbach in der ARD-Doku Konfrontation. Wenn Schröders Freund Wladimir Putin einen Krieg anzettele, werde der Altkanzler nicht sagen „Oh Gerd, jetzt, wo du das sagst, ich denk nochmal drüber nach, vielleicht mach ich jetzt hier mal langsam.“

2018 stellte Gerhard Schröder Wladimir Putin in Moskau seine fünfte Ehefrau So-yeon Kim vor Pool Sputnik Kremlin/AP

Lauterbach sagte weiter: „Mir hat Gerhard Schröder offen gesagt leid getan. Weil er hier eine Naivität an den Tag gelegt hat. Der ganze Auftritt grenzte ans Peinliche. Fremdschämen ist ein Begriff, der einem da in den Kopf kommt.“

SPD fordert, dass Schröder seine Russland-Jobs aufgibt

Schröder steht seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne in der Kritik - vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine nimmt der Druck auf ihn immer weiter zu. Anfang März reiste der Altkanzler nach Moskau, wo er mit Putin sprach. Berichten zufolge soll er in Istanbul auch eine ukrainische Delegation getroffen haben. Die SPD-Führung hat Schröder ultimativ aufgefordert, seine Posten bei russischen Staatsunternehmen niederzulegen.

„Ich habe ihn mal sehr geschätzt, das ist aber schon lange her. Er war wirklich ein Altkanzler, der viel aus dem, was er gemacht hat, als Staatsmann hätte machen können - aber er hat quasi alles verloren“, sagte Lauterbach über Schröder.   Von seinem früheren Prestige sei nichts übrig geblieben.

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