Karl Lauterbach (SPD) beruhigt in der Ungewissheit über die Omikron-Variante. dpa/Kay Nietfeld

Mitten in die vierte Corona-Welle platzten die Berichte über die neue, gefährliche Omikron-Variante des Coronavirus. Wie gut schützen die Impfstoffe vor der Mutation, die zuerst in Südafrika festgestellt wurde?

Während der Chef des US-Pharmakonzerns Moderna, Stéphane Bancel, die Welt mit der Nachricht schockte, er erwarte einen „erheblichen Rückgang“ der Wirksamkeit seines mRNA-Impfstoffs gegen Omikron, ist SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach beim Serum von Biontech sehr viel optimistischer:

Aus Israel gebe es Hinweise, dass der Impfstoff auch gegen die neue Mutante zu 90 Prozent wirksam sei, twitterte Lauterbach.

Ermutigende Studien aus Israel

Die Studienergebnisse sind laut dem SPD-Politiker bisher noch nicht veröffentlicht worden. Lauterbach kündigte an, weitere Informationen von Wissenschaftlern aus Israel einzuholen.

Wie schnell könnte der Impfstoff angepasst werden?

Zuvor hatte schon Biontech-Chef Ugur Sahin gesagt, er erwarte, dass der bestehende Covid-19-Impfstoff des Mainzer Herstellers und seines Partners Pfizer auch bei der neuen Omikron-Variante vor schweren Krankheitsverläufen schützen kann. Auch sei eine Umstellung des Serums gegen Omikron relativ unproblematisch und das Vakzin sei nach 100 Tagen lieferbar.

Moderna-Chef Bancel geht dagegen davon aus, dass es Monate dauern könnte, den Impfstoff anzupassen.