2G+: Diese Regel zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen könnte um weitere Maßnahmen ergänzt werden. dpa/Marcus Brandt

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet, dass die jüngst beschlossenen neuen Corona-Regeln wegen der vielen Omikron-Infektionen nicht ausreichen werden, um die Virus-Variante zu bewältigen. Bund und Länder hatten am Freitag eine 2G-plus-Regelung für Restaurants, Cafés und Kneipen vereinbart. Demnach haben nur zweifach Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test sowie Menschen mit drei Impfungen Zugang.

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Lauterbach will die neuen Regelungen aber erst einmal wirken lassen, und im Übrigen seien die Bürger am Zug: „Je mehr Geboosterte wir haben, desto schwerer ist es für Omikron, eine starke Welle aufzubauen.“

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen sagte: „Möglicherweise werden wir auch über die Gastronomie hinaus weitere Innenbereiche mit 2G-plus-Maßnahmen als zusätzlichen Schutz beschließen müssen.“ Die Omikron-Welle sei erst am Anfang. „Und wenn wir in die Nachbarländer sehen, sehen wir: Es ist überall ein großes Problem, mit dem wir jetzt umgehen müssen.“

Omikron verursacht vermutlich weniger heftige Covid-19-Erkrankungen, ist aber sehr ansteckend. Deshalb sind beispielsweise in London so viele Klinik-Mitarbeiter ausgefallen, dass das Militär einspringen muss.

Die Impfzentren in Deutschland sollen bis Jahresende bestehen bleiben. Darauf einigten sich am Montagnachmittag die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie die saarländische Landesregierung mitteilte. Ein entsprechender Antrag des Saarlands sei bei den Beratungen von allen Bundesländern mitgetragen worden; Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe eine mündliche Zusage gegeben. Bisher war das Bestehen der Impfzentren nur bis Ende April vereinbart gewesen.

Zudem soll der Nachweis über die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung künftig nur noch digital in Form eines QR-Codes erfolgen. Die Ministerinnen und Minister forderten den Bund auf, die rechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen.