Großbritanniens Premierminister Boris Johnson im Parlament. Foto: AFP/Jessica Taylor

„Germany“ - mit diesem einen Wort hat Labour-Chef Keir Starmer Großbritanniens Premierminister Boris Johnson bloßgestellt. In der Unterhaus-Debatte ging es um die Corona-App, über die Großbritannien im Gegensatz zu Deutschland noch immer nicht verfügt.

Darauf angesprochen, sagte Johnson: „Ich frage mich, ob Sie mir ein einziges Land der Welt nennen können, das über eine funktionierende App zur Ermittlung von Kontaktpersonen verfügt, denn es gibt keins.“ Starmer entgegnete kühl: „Deutschland. App seit 15. Juni in Betrieb. 12 Millionen Downloads.“

Mittlerweile haben 13 Millionen Deutsche die Warn-App auf ihr Handy geladen. Am Mittwoch warnte sie bereits erstmals Nutzer. Seit Donnerstag kann die App auch von vielen Besuchern aus dem europäischen Ausland heruntergeladen und verwendet werden. Die Anwendung in elf europäischen Ländern in den jeweiligen App-Stores, wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf Twitter mitteilte.

Neben den Nachbarn aus den Benelux-Staaten kann die App damit auch von Anwendern aus Frankreich, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie sich in Deutschland aufhalten.