Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery fordert ein Verfallsdatum für Impfungen. dpa/Guido Kirchner

Werden Booster-Impfungen bald Voraussetzung, um weiterhin den Status „vollständig geimpft“ zu behalten? Der Vorsitzende des Weltärztebundes fordert diese indirekte Booster-Pflicht für Deutschland – so wie es Frankreich bereits umsetzt.

Nur wer boostert, gilt als geimpft

„Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen“, forderte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe eine Befristung des Impfstatus. Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften, so der Mediziner.

Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse.

Auch die EU will Verfallsdatum für Impfungen einführen

Verpflichtende Booster-Impfungen, damit der Status „geimpft“ erhalten bleibt, hat Frankreich schon beschlossen. „Die Regelung brauchen wir auch in Deutschland“, forderte Montgomery. Auch die EU-Kommission hatte Ende der Woche eine Auffrischungsimpfung gegen Corona als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU vorgeschlagen. Als Zeitraum gelten dabei neun Monate.