Autsch! Heinz-Christian Strache wurde wegen Bestechlichkeit verurteilt. APA/dpa/Helmut Fohringer

Er war mal Vize-Kanzler Österreichs - jetzt wurde Heinz-Christian Strache (52) wegen Bestechlichkeit zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Laut Anklage hatte Strache dem befreundeten Eigentümer einer Privatklinik (er bekam 12 Monate auf Bewährung) zu einer vorteilhaften Gesetzesänderung verholfen. Im Gegenzug sollen Spenden an die rechte FPÖ geflossen sein, der Strache vorsaß.

Im Zentrum des Prozesses standen die Bemühungen des Unternehmers, mit seiner Wiener Schönheitsklinik Zugang zum Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds zu erhalten. Er erleichtert die Verrechnung von medizinischen Leistungen. Der Mann spendete der FPÖ, die da noch in der Opposition war, 2016 und 2017 insgesamt 12.000 Euro. Außerdem lud er Strache nach Korfu ein. Die Klinik bekam 2018 Zugang zu dem Fonds, nachdem Strache Vizekanzler geworden war.

Strache war international bekannt geworden, als 2019 das „Ibiza-Video“ öffentlich wurde: Es zeigt, wie er einer angeblichen russischen Oligarchen-Nichte Geschäfte in Österreich andient, im Gegenzug Geld für seine Partei erwartet. Daraufhin platzte die ÖVP-FPÖ-Koalition, Strache legte alle Ämter nieder und wurde aus der FPÖ ausgeschlossen.