Die Lidl-Supermärkte machten in der Corona-Krise wie auch andere Handelsketten mehr Umsatz.  Foto: Imago Images/Jan Huebner

Selbst die Corona-Krise konnte den Vermögen der wohlhabendsten Deutschen bislang wenig anhaben: Der 80-jährige Dieter Schwarz, Gründer der Lebensmittelketten Lidl und Kaufland, ist dabei mit einem geschätzten Vermögen von 41,8 Milliarden Euro einem Bericht zufolge der reichste Deutsche. Die Schwarz-Gruppe ist mit einem Umsatz von 113,3 Milliarden Euro zugleich das größte Familienunternehmen des Landes, wie die „Welt am Sonntag“ berichtete. Auf Platz zwei folgt die Familie Reimann (Coty, Jacobs Douwe Egberts) mit einem geschätzten Gesamtvermögen von 21,45 Milliarden Euro.

Auf Platz drei kommt die Familie Wolfgang Porsche (Porsche, VW) mit 20 Milliarden Euro. Die Corona-Krise konnte dem Bericht zufolge den deutschen Top-Vermögen bisher wenig anhaben: Auf 1,1 Billionen Euro summieren sich demnach Hab und Gut der 1000 reichsten Deutschen, das sind sogar 0,76 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 251 Milliardenvermögen in Deutschland ermittelt – acht weniger als im Vorjahr.

Lediglich 339 der 1000 untersuchten Vermögen sind geschrumpft – um insgesamt 46,9 Milliarden Euro. Allerdings vermehrten sie sich auch nur in 122 Fällen. Die Zuwächse übertrafen allerdings mit 55,4 Milliarden Euro bei weitem die Verluste. Während die Vermögen unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau, im Nicht-Lebensmittel-Handel, bei Automobilzulieferern oder der Touristik teilweise stark sanken, legten sie in anderen Branchen coronabedingt überproportional zu, etwa in der Informations- und der Medizintechnik, der Pharmaindustrie und im Internethandel.