Vor wenigen Monaten waren sie Mangelware, jetzt haben die Länder zu viele Impfdosen. dpa/Fabian Sommer

Angesichts einer geringen Nachfrage wollen die Bundesländer Medieninformationen zufolge mindestens 2,3 Millionen Impfdosen an den Bund zurückgeben.

14 Bundesländer haben Überschuss an Impfdosen

14 Bundesländer planen eine Rückgabe und wollen dazu bis morgen konkrete Zahlen an das Bundesgesundheitsministerium melden, wie die Welt am Sonntag nach einer Abfrage bei den Ländern berichtet. Die Vakzine sollen unter anderem ins Ausland gehen.

Die bayerische Landesregierung ist demnach noch dabei, die Zahl von Impfdosen zu ermitteln, die zurückgegeben werden sollen. Sie käme zu den 2,3 Millionen hinzu. Schleswig-Holstein machte keine Angaben. Lediglich das Saarland sieht laut dem Bericht keine Notwendigkeit, Vakzine an den Bund abzugeben.

Die Impfbereitschaft ist in der Bevölkerung zuletzt deutlich gesunken, vor allem die Nachfrage nach dem Mittel von Astrazeneca ging stark zurück.

Impfdosen werden an andere Länder gespendet

Das Bundesgesundheitsministerium hatte den Ländern in einem Schreiben die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Die Impfstoffe sollten noch mindestens zwei Monate haltbar sein. Impfstoff aus Arztpraxen sowie von Betriebsärzten soll nicht zurück. Als Erstes sollen Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson wieder an den Bund gehen.