Die Altstadt von Dubrovnik – für Kroatien-Urlauber wird ab 2023 einiges einfacher.
Die Altstadt von Dubrovnik – für Kroatien-Urlauber wird ab 2023 einiges einfacher. dpa/Andrea Warnecke

Reisende dürfen sich freuen: Ab 2023 gibt es endlich keine langen Staus mehr an Kroatiens Grenzen. Die zuständigen EU-Innenminister gaben den Weg für den Beitritt Kroatiens zum Schengen-Raum ohne Grenzkontrollen frei. Ab Anfang kommenden Jahres gehört Kroatien zu den Ländern in der EU, die ihre Binnengrenzen für den freien und uneingeschränkten Personenverkehr geöffnet haben.

Passkontrollen an Flughäfen bis März 2023

Touristen müssen weiterhin einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mitführen. Urlauber aus anderen Schengen-Ländern können sich ab 2023 bis zu drei Monate in Kroatien aufhalten und in dem Land leben, um dort zu arbeiten oder zu studieren. Außerdem haben alle Bürger der EU das Recht, genauso behandelt zu werden wie Staatsangehörige dieses Landes.

An der Grenze zu Kroatien hatten sich jeden Sommer aufs Neue riesige Staus gebildet. Fallen die Kontrollen an den Landgrenzen schon Anfang 2023 weg, ist damit an den Flughäfen aus technischen Gründen erst ab 26. März 2023 Schluss.

Kroatien führt den Euro ein

Auch das Bezahlen wird in Kroatien einfacher. Denn ab nächstem Jahr führt das Land auch den Euro ein, der bisher nötige Umtausch in Kuna samt Wechselkursverlusten ist dann auch endgültig Geschichte. Kroatien setzt bereits seit September 2022 auf Preisauszeichnungen in beiden Währungen.

Dem Schengen-Raum gehören derzeit 22 EU-Staaten sowie Norwegen, Liechtenstein, Island und die Schweiz an. Es ist damit der weltweit größte Raum der Reisefreiheit. Neue Mitglieder können nur einstimmig aufgenommen werden. Außerdem muss das Europaparlament zustimmen, was für Kroatien, Rumänien und Bulgarien bereits geschehen ist.

Rumänien und Bulgarien warten schon seit 2011 auf den Beschluss. Doch bei den EU-Innenministern gingen beide Länder im Gegensatz zu Kroatien leer aus. Österreich hatte sein Veto gegen die Aufnahme dieser beiden Länder eingelegt. Wien begründet dies mit den hohen Migrationszahlen über die Balkanroute.