Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) Foto. dpa/Bernd von Jutrczenka

Eine formelle Impfpflicht hat die Bundesregierung ausgeschlossen - ein indirekter Druck durch das Hausrecht etwa von Restaurant- oder Theater-Betreibern lässt sich nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) aber kaum vermeiden. „Natürlich sind wir ein Land, was Privatwirtschaft hat. Verhindern werden wir das nicht können“, sagte sie am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Orte mit Hausrecht könnten künftig auf eine Impfung oder einen negativen Corona-Test für Gäste bestehen. Karliczek warb jedoch dafür, keine Unterschiede zu machen.

Die Forschungsministerin betonte zugleich die Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Impfung. „Das Zulassungsverfahren hat die klassischen, üblichen hohen Standards, die wir in Europa kennen. Da haben wir überhaupt keine Abstriche gemacht. Man kann diesem Impfstoff vertrauen.“ Nötig sei eine Impfquote von 60 bis 70 Prozent. „Wir brauchen die Herdenimmunität“, sagte Karliczek.

Nach den Schwierigkeiten mit den Lernplattformen mehrerer Länder am ersten Tag der schärferen Corona-Regeln warb die Bildungsministerin zudem dafür, nun zu gucken, was nicht funktioniert. „Damit wir im neuen Jahr eben diese Probleme nicht mehr haben.“ Die Aufrüstung der Technik sei in der Corona-Zeit in einer Form von „Learning by Doing“ geschehen, erklärte sie.