Karl Lauterbach bekommt Liebesbriefe. Foto: imago images/Jürgen Heinrich

Die Dauerpräsenz im Fernsehen während der Corona-Pandemie hat für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ungeahnte Folgen: Er punktet beim anderen Geschlecht. „Ich habe auch einige Liebesbriefe bekommen“, sagte Lauterbach der „Welt am Sonntag“. Darauf eingegangen sei er aber nicht: „Ich habe, offen gesagt, noch keine Zeit gefunden, mich denen zu widmen.“

Lauterbach wäre gern Gesundheitsminister

Der studierte Mediziner Lauterbach hat in der Corona-Pandemie an politischem Einfluss gewonnen. In dem Interview signalisierte er Interesse daran, nach der Bundestagswahl das Bundesgesundheitsministerium übernehmen. „Ich habe mich immer für das Amt des Gesundheitsministers interessiert“, sagte er. „Wenn die Gelegenheit sich noch einmal ergibt, würde ich es auf jeden Fall nicht ablehnen.“

Karl Lauterbach hält Public Viewing im großen Stil kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft weiterhin für „zu riskant“ - gegen das beliebte Rudelgucken in der Gruppe spreche allerdings nichts. „Für klassisches Public Viewing mit Hunderten Fans dicht gedrängt reicht die Impfquote nicht aus“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte der Bild am Sonntag: „Was gut gehen wird: mit neun Freunden zusammen im Außenbereich eines Restaurants die EM zu gucken.“

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Die Möglichkeiten dafür sollten möglichst zahlreich geschaffen werden, so Lauterbach, weil solche Gemeinschaftserlebnisse nun besonders wichtig für die Befindlichkeit seien. „Die Menschen brauchen nach den harten Monaten Momente der Entspannung“, sagte der 58-Jährige: „Deshalb sollten für die EM-Wochen die Restaurants draußen länger als 22.00 Uhr öffnen dürfen, sodass auch alle 21-Uhr-Spiele geguckt werden können. Auch sollten wir zusätzliche Außenflächen, z. B. Bürgersteige, der Gastronomie unbürokratisch zur Verfügung stellen.“