Merkel fordert Durchhalten, damit das Virus das Gesundheitswesen nicht überwältigt. Foto: dpa

Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), ewige Mahnerin, konnte in ihrer Regierungserklärung zur Corona-Pandemie positive Worte finden. „Wie selbstverständlich sich die Bürgerinnen und Bürger füreinander eingesetzt und sich eingeschränkt haben für andere, das ist bewundernswert“, sagte sie im Bundestag.

Sie machte auch Hoffnung in anderer Richtung. Deutschland könne seinen Anteil am EU-Haushalt erhöhen, um die bislang mit Zehntausenden Toten viel schlimmer von der Seuche betroffenen Staaten Italien, Spanien und Frankreich stärker zu unterstützen und deren Wirtschaftskollaps zu vermeiden, der auch Deutschland schadet. Gemeinsame Anleihen der EU-Staaten, die Schulden auf alle verteilen würden, lehnte sie aber weiter ab.

Merkel äußerte auch Kritik: Die Lockerungen der Coronabedingten Einschränkungen würden in einigen Bundesländern „in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch“ angegangen. Denn es gebe zwar Erfolge bei der Eindämmung, aber „dieser Zwischenerfolg ist zerbrechlich, wir bewegen uns auf dünnstem Eis.“