Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident, will CDU-Bundeschef werden. Gelingt ihm das, hat er auch beste Chancen auf die Union-Kanzlerkandidatur. Foto: Michael Kappeler/dpa

Düsseldorf - Die Kommunalwahl in NRW hat einen klaren CDU-Sieg gebracht. Ministerpräsident Armin Laschet reklamierte am Montag „Rückenwind“ für seinen „Kurs der Mitte“. Einen Vorteil dürfte ihm das Ergebnis auch im Kampf um den CDU-Bundesvorsitz verschaffen – und ihn damit der Kanzlerkandidatur näherbringen.

Der Wahlerfolg im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt Laschet einen wichtigen Schub. Er selbst bewertet das Ergebnis als Anerkennung seiner Strategie in der Corona-Krise. Die Wähler hätten den „Weg von Maß und Mitte in der Pandemie“ bestätigt. Einen Sieg der CDU „in dieser Größenordnung“ hätten viele nicht erwartet. Neben Laschet bewerben sich Friedrich Merz und Norbert Röttgen um das frei werdende Amt des CDU-Bundesvorsitzenden.

CDU holt 34,3 Prozent der Stimmen

Bei den Wahlen zu den NRW-Stadträten und Kreistagen am Sonntag kamen die Christdemokraten auf 34,3 Prozent. Das waren 3,2 Prozentpunkte weniger als 2014. Zweitstärkste Kraft blieben mit 24,3 Prozent die Sozialdemokraten (minus 7,1 Punkte). Die Grünen konnten ihren Stimmenanteil um 8,3 Punkte auf 20,0 Prozent steigern – und erreichten damit ihr bestes Ergebnis bei einer Kommunalwahl in NRW. Die FDP kam auf 5,6 Prozent, die AfD auf 5,0.

Neben der CDU meldeten sich die Grünen selbstbewusst zu Wort. „Wir sind nicht mehr Anhängsel anderer Parteien“, kommentierte Landeschefin Mona Neubaur das grüne Rekordergebnis.

Für die SPD gab es trotz ihres schlechten Wahlresultats ein Trostpflaster aus dem Ruhrgebiet: In Bottrop behauptete SPD-Oberbürgermeister Bernd Tischler mit 73,1 Prozent der Stimmen sein Amt. In Bochum wurde SPD-Mann Thomas Eiskirch mit Unterstützung der Grünen mit 61,8 Prozent wiedergewählt. (mit dpa)