Eine Schülerin hält ein Handy. Einer Studie zufolge sind Jugendliche in Deutschland während der Corona-Zeit mit Kontakteinschränkungen und digitalem Unterricht deutlich mehr online als davor.   dpa/Jens Kalaene

Die Internetnutzung deutscher Jugendlicher bleibt in der Corona-Krise auf hohem Niveau. 16- bis 18-Jährige verbringen im Schnitt 70,4 Stunden pro Woche online und damit nur 1,1 Stunden weniger als im Vorjahr.  2019,  vor der Pandemie mit Lockdowns und Home-Schooling, waren es noch 58 Stunden. Das geht aus einer Studie der Postbank hervor.

In der Corona-Krise verlagerte sich das Leben auf den Bildschirm

„In der Corona-Krise hat sich das Leben auf den Bildschirm verlagert. Die Nutzungszeiten sind mit Krisenbeginn in die Höhe geschnellt“, sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank.

Wie 2020 nutzen die Jugendlichen das Internet pro Tag im Schnitt 3,6 Stunden für berufliche oder schulische Zwecke und damit 1,1 Stunden mehr als 2019. Hier halten sich Smartphones (1,3 Stunden pro Tag) und Laptops (1,1 Stunden pro Tag) ungefähr die Waage. Mehr Bedeutung für die schulische und berufliche Nutzung als noch im Vorjahr haben Tablets: 2020 nutzten Jugendliche sie 0,4 Stunden pro Tag, zuletzt waren es 0,7 Stunden.

 Neun von zehn Teenagern verwenden das Smartphone zum Surfen, etwas mehr bei Mädchen als bei Jungen. Hinter dem Handy folgt der Laptop, den 53 Prozent nutzen (2020: 67 Prozent). Die Beliebtheit des Desktop-PCs sank um neun Prozentpunkte auf 34 Prozent. Diese Geräte werden von Jungen mit 48 Prozent viel häufiger als von Mädchen (18 Prozent) verwendet.