Christian Lindner, Fraktions- und Parteivorsitzender der FDP, hatte fest mit der Zustimmung gerechnet.  Foto: dpa/Paul Zinken

Bundesvorstand und Bundestagsfraktion der FDP haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, mit SPD und Grünen in Koalitionsverhandlungen einzutreten. Die beiden anderen Parteien hatten bereits am Freitag beziehungsweise Sonntag zugestimmt. Die Gespräche könnten schnell beginnen.

Der Parteivorsitzende Christian Lindner machte nach den zweieinhalbstündigen Beratungen deutlich, dass das angestrebte Ampel-Bündnis keine Wunschkonstellation gewesen sei. Die Gesprächspartner hätten sich vor der Wahl „nicht gesucht, um es diplomatisch auszudrücken“. Es gebe nach wie vor große inhaltliche Unterschiede, bei denen es auch   bleiben werde. Diese erfordere von allen viel Toleranz und Bereitschaft zu „neuem Denken“ in einer Ampel-Koalition, die zumindest zu Beginn ein „Zweckbündnis“ sei.   

Vor dem Treffen hatte FDP-Generalsekretär Volker Wissing versucht, Misshelligkeiten mit den Grünen aus dem Weg zu räumen: Aus der FDP hatte es Forderungen gegeben, Lindner müsse Finanzminister werden, die Grünen sehen da eher ihren Ko-Vorsitzenden Robert Habeck. Wissing erklärte jetzt, derlei Personaldebatten seien „verfrüht“ und „wenig hilfreich“.