Bei Sorgen um den Arbeitsplatz macht sich sie Zurückhaltung beim Geschenkekauf besonders bemerkbar. Foto: imago images/Imaginechina-Tuchong

Die Corona-Krise schlägt sich laut einer Umfrage deutlich auf die Einkaufspläne der Deutschen vor Weihnachten nieder: 24,4 Prozent der Befragten planten, in diesem Jahr zu den Feiertagen weniger Geld für Geschenke auszugeben, heißt es in einer Umfrage des Instituts Civey, über die die "Wirtschaftswoche" am Freitag berichtete. 55,9 Prozent wollen demnach für Geschenke gleich viel wie im vergangenen Jahr investieren; höhere Ausgaben planen nur 4,7 Prozent. 15 Prozent kaufen generell keine Weihnachtsgeschenke.

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Unter denjenigen Konsumenten, deren Arbeitsplatz gefährdet ist, will sogar jeder Dritte (33,8 Prozent) dieses Jahr weniger Geld für Geschenke ausgeben. Höhere Ausgaben haben in dieser Gruppe nur zwei Prozent der Befragten vorgesehen.

Aus der CDU wurden auch angesichts der verschärften Corona-Auflagen für Geschäfte des Einzelhandels Rufe nach weiterer Unterstützung für die Branche laut. "Der Einzelhandel braucht jetzt endlich mehr Unterstützung, zumal er bei den Hilfen bislang weitgehend leer ausgegangen ist", sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann der "Passauer Neuen Presse". "Wenn wir hier untätig bleiben, dürfen wir uns nicht wundern, wenn es den stationären Handel demnächst nicht mehr gibt und stattdessen Amazon und Co. das Geschäft komplett übernehmen."

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Viele Händler kämpften um ihre Existenz, sagte Linnemann. "Daher kann ich auch nicht nachvollziehen, warum man sich nicht stärker mit dem Thema Sonntagsöffnung beschäftigt. Damit könnte man die Einkäufe entzerren und die Kontakte besser verteilen." Die Politik solle dieses Thema jetzt rasch angehen und die gesetzlichen Grundlagen schaffen.