SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dpa/Michael Kappeler

Der viel gefragte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann seinen eigenen Lebensstil derzeit niemandem empfehlen. Da er meistens nachts neue Studien zur Corona-Lage lese, schlafe er zu wenig, sagte der 58-Jährige dem Magazin Der Spiegel. „Gut sind sieben Stunden und mehr – die erreiche ich bei Weitem nicht.“

Zu viel Stress und schwarzer Kaffee

Auch sonst mache er derzeit viele Dinge, die nicht dem entsprächen, was er anderen empfehlen würde, gesteht Lauterbach, der mit dem Posten des Gesundheitsministers nach der Bundestagswahl liebäugelt. „Ich esse sehr einseitig, ernähre mich nicht vegan, trinke jeden Tag Wein, trinke keinen grünen Tee, sondern schwarzen Kaffee.“ Er habe auch viel mehr Stress, als er empfehlen würde. „Ich mache kein Yoga.“

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Lauterbach wird oft angefeindet – nach einem Interview in einer Illustrierten, in dem er gesagt hatte, sich gern wieder verlieben zu wollen, bekam er aber „sehr viele Zuschriften“ von Frauen, wie er weiter sagte. Er habe bisher aber keine Zeit gehabt, diese zu sichten. „Ich muss mich bei all denjenigen Frauen, die mir geschrieben haben, dafür sehr entschuldigen, was ich hiermit tue.“

Wegen Drohbriefen, Gewaltandrohungen und der Veröffentlichung seiner Privatadresse im Internet muss der Sozialdemokrat mittlerweile regelmäßig bewacht werden. „Viele Dinge darf ich ohne Personenschützer jetzt gar nicht mehr machen – spontan geht fast gar nichts mehr.“