Palästinenser stehen in den Trümmern ihrer Wohnhäuser im Gazastreifen. AP/Khalil Hamra

Die Spirale der Gewalt im Nahen Osten dreht sich unerbittlich weiter: Israels Armee hat bei einem Großangriff ein Tunnelsystem der islamistischen Hamas im Gazastreifen beschossen. 160 „Luftfahrzeuge“ seien daran beteiligt gewesen, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus. Unterstützung hätten sie von israelischer Seite unter anderem von Panzern erhalten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Beginn der Eskalation des Konflikts 119 Menschen getötet und 830 weitere verletzt. In Israel starben durch Beschuss bisher acht Menschen. Seit Montagabend haben militante Palästinenser im Gazastreifen bislang mehr als 1800 Raketen auf Israel abgefeuert; die meisten von ihnen wurden vom Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ abgefangen.

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Die israelische Polizei hat außerdem bei neuen Ausschreitungen am Freitag in mehreren Städten einige Verdächtige festgenommen. In Lod bei Tel Aviv schleuderten Menschen Steine und Molotowcocktails, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mitteilte. Sie griffen demnach auch Polizisten an.

Der blutige Konflikt reicht auch bis nach Deutschland: In Berlin bat Israels Botschafter Jeremy Issacharoff die deutschen Behörden um mehr Schutz für jüdische Einrichtungen. Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, hat die antisemitischen Proteste in mehreren deutschen Städten scharf kritisiert.