Ugur Sahin und Özlem Türeci, die Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech, sollen auf die neuen Euro-Scheine.  dpa/Jutrczenka

Das wäre der Hammer: Ugur Sahin und Özlem Türeci sollen die neuen Euro-Scheine zieren. Die beiden Biontech-Gründer hätten das verdient, denn sie haben die Menschheit vor dem Schlimmsten bewahrt.

Die Gründer von Biontech haben mit dem von ihnen entwickelten Corona-Impfstoff ein Milliardenvermögen verdient. Zu Geld sind sie schon gekommen, jetzt könnten sie auch auf das Geld kommen. „Aus dem EU-Parlament kommt die Forderung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Unternehmensgründer auf einer ihrer neuen Euro-Banknoten abbilden soll“, schreibt die Welt.

„Auf die neuen Euro-Scheine sollten wichtige europäische Persönlichkeiten wie das Biontech-Gründerpaar Ugur Sahin und Özlem Türeci gedruckt werden“, sagt Moritz Körner, FDP-Abgeordneter im EU-Parlament. „Ihre Arbeit hat Millionen Europäern das Leben gerettet. Ihr Lebensweg ist eine beeindruckende Geschichte über Integration, Aufstieg, Unternehmertum, wissenschaftliche Exzellenz und das Potenzial einer offenen Einwanderungsgesellschaft.“

Hintergrund ist die Neugestaltung der Euro-Banknoten

Hintergrund der Forderung sei die Neugestaltung der Euro-Banknoten. Am 1. Januar 2001 sei das europäische Bargeld in der Euro-Zone zum offiziellen Zahlungsmittel geworden. An dem Tag hätten die Bürger erstmals die neuen Scheine in den Händen gehalten. Den 20. Geburtstag der Euro-Banknoten und -Münzen  nimmt die Europäische Zentralbank zum Anlass, die Geldscheine neu zu entwerfen.

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Die Entscheidung darüber, wie die neuen Scheine aussehen sollen, werde sich allerdings hinziehen. Zunächst sollten Meinungsforscher in der ganzen Euro-Zone die Bürger befragen, um mögliche Themen für die Geldscheine zu finden. Anschließend müsste eine  Beratergruppe, in der jedes der 19 Euro-Länder mit einem Experten vertreten ist, Themen auswählen.

In der Gruppe sitzen viele Professoren. Aus Deutschland komme Lisa Borgenheimer, Professorin für Informationsdesign, in das Gremium. Die Entscheidung werde dann der EZB-Rat treffen, voraussichtlich im Jahr 2024. Dann soll auch darüber entschieden werden, ab wann die neuen Geldscheine ausgegeben werden. 

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Angetrieben von der starken Nachfrage nach Corona-Impfstoffen erwartet die deutsche Pharmaindustrie einen kräftigen Schub für ihr Geschäft. Im neuen Jahr dürfte der Umsatz der Branche um acht Prozent und die Produktion um gut drei Prozent wachsen, prognostiziert der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa).

Pharmaindustrie in Deutschland zeigt sich in der Krise äußerst robust

Damit dürfte auch die Beschäftigung bis Ende 2022 um drei Prozent auf mehr als 122 000 Menschen zulegen. „Die Pharmaindustrie in Deutschland zeigt sich in der Krise äußerst robust“, sagte vfa-Präsident Han Steutel der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei damit ein maßgeblicher Faktor für das Wirtschaftswachstum.

Der Coup von Biontech, den weltweit ersten zugelassenen Corona-Impfstoff aus Deutschland auf den Markt zu bringen, habe direkt und indirekt positive Folgen für den hiesigen Pharmastandort, sagte Steutel. „Es ist nicht nur die Produktion deutscher Unternehmen gestiegen, auch ausländische Konzerne wie Astra Zeneca und Johnson & Johnson lassen verstärkt hier produzieren“. Der Impfstoff-Erfolg von Biontech sei eine riesige Chance. Schon dieses Jahr hat die Pharmabranche einen rasanten Aufschwung erlebt: Der Umsatz dürfte laut vfa um 13 Prozent steigen, die Produktion um fünf Prozent.

Allein am Vakzin von Biontech und Pfizer wirken in Deutschland 13 Betriebe mit. Vom Wachstum der deutschen Wirtschaft von 2,7 Prozent, das die „Wirtschaftsweisen“ für 2021 prognostizieren, dürften allein 0,5 Prozentpunkte auf Biontech entfallen, errechnete der Verband. Er vertritt 45 Unternehmen mit rund 92 000 Beschäftigten.