Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales. dpa/Oliver Berg

Schön, wenn Politiker die wichtigen Themen der Zeit erkennen und diskutieren. So wie am Mittwoch in Düsseldorf zum Abschluss der G7-Digitalministerkonferenz, als man zu dem Schluss kam, die Digitalisierung möglichst klimaschonend zu gestalten, dabei eng zusammenzuarbeiten – keine Frage, eine Super-Idee! Genauso wie das Recyceln von Hardware oder das Einsparen von Energie.

Und es wurde noch besser mit den Ideen, als Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Digitales und Verkehr, auf der Abschluss-Pressekonferenz vor die Mikrofone trat, um Bahnbrechendes für den Umweltschutz zu verkünden: „Beispielsweise neigen wir dazu, dass wir unser Essen fotografieren, und wenn man sich die Zahl der Fotos von Essen anschaut weltweit, kommt man auf einen enormen Energieverbrauch“, sagte Wissing. Man müsse sich die Frage stellen, ob das wirklich notwendig sei.

Volker Wissing (FDP): Fotos vom Essen verbrauchen zu viel Energie

Darauf hat man lange gewartet: Weniger Bilder vom Futter knipsen, dann klappt es auch mit der Energie, vielleicht sogar mit niedrigeren Energiepreisen. Nun, nicht lange warten musste der steilgehende Minister auf die geballte Häme des Internets.

So postete ein Twitter-User: „Sorry Herr @Wissing, ich stelle keine Bilder mehr von meinem Essen ins Internet, wenn sie im Gegenzug ein #Tempolimit einführen. Danke.“ In Anspielung die Weigerung des Politikers, darüber auch nur nachzudenken.

Bedacht hatte der Minister offenbar auch nicht, dass das Internet nichts vergisst, eben auch nicht die selbst geposteten Fotos von Gaumenfreuden.

Insgesamt solle das Thema der Energieknappheit stärker ins Bewusstsein der Menschen gebracht werden, so der Minister weiter in seinen Ausführungen. Das hat – wenn man Twitter und Co. glauben darf – aber mal so richtig gut geklappt.