Benzin war im Mai so teuer wie seit zwei Jahren nicht mehr. imago/Panthermedia

Eine steigende Zahl von Unternehmen in Deutschland will laut Ifo-Institut die Preise erhöhen. Am spürbarsten ist das demnach im Großhandel, aber auch in Einzelhandel, Industrie, Baugewerbe und Dienstleistungsbranche planen demnach viele Firmen höhere Preise, wie die Konjunkturfachleute des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts am Freitag mitteilten.

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Ifo-Konjunkturfachmann Klaus Wohlrabe nannte zwei Ursachen: Zum einen sind die Unternehmen demnach auf der Beschaffungsseite mit höheren Einkaufspreisen konfrontiert, die sie nun weitergeben. Öl und viele andere Rohstoffe sind in den vergangenen Monaten erheblich teurer geworden.

Laut ADAC sind auch deshalb die Benzinpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit zwei Jahren geklettert. Im Mai kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 1,483 Euro, 1,7 Cent mehr als im April. Auch Diesel wurde teurer: Ein Liter kostete im Schnitt 1,331 Euro, 2,2 Cent mehr.

„Zudem gibt es teilweise Nachholeffekte aufgrund früherer Preissenkungen während der Coronakrise“, sagte Wohlrabe. „Die starken Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen ziehen sich letztendlich quer durch die gesamte Wirtschaft.“

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Der entsprechende Index der Ifo-Wissenschaftler stieg in allen Bereichen, im Großhandel liegt dieser mit 65 Punkten mittlerweile weit über dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Dies ist ein Saldowert, der gebildet wird aus den Prozentzahlen der Unternehmen, die Preiserhöhungen beziehungsweise -senkungen planen.