Auch Tanken wird immer teurer, die Inflation ist auf dem höchsten Stand seit 28 Jahren. dpa/Monika Skolimowska

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Oktober weiter gestiegen. Die Teuerung betrug im Vorjahresvergleich voraussichtlich 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit 28 Jahren. Besonders heftig war demnach der Anstieg der Energiepreise um 18,6 Prozent.

Nahrungsmittel 4,4 Prozent teurer

Die Preise für Nahrungsmittel kletterten demnach um durchschnittliche 4,4 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,4 Prozent. Im Vergleich zum September stiegen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt weiter ausführte.

Die Gründe sind Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. So waren zeitweise die Mehrwertsteuersätze abgesenkt worden und Mineralölprodukte extrem günstig. Außerdem schlägt die Einführung der CO2-Bepreisung seit Januar 2021 zu Buche.

Einkauf beim Discounter spart Geld

Und so können Sie bei Strom, Gas und Lebensmittel sparen:

Einkauf: Die große Mehrheit kauft am liebsten im nächst gelegenen Geschäft ein. Dieses ist aber oftmals nicht das Billigste. Warum also die Großeinkäufe nicht beim Discounter erledigen. In den Handelsmarken stecken oft Produkte von Markenherstellern, die qualitativ nicht schlechter sind. Extra-Tipp: Niemals hungrig einkaufen, dann greifen Sie automatisch öfter zu.

Und auch der Wochenmarkt hat Sparpotenzial: Kurz vor Abbau ihrer Stände bieten viele Händlerinnen und Händler Obst und Gemüse deutlich günstiger an.

Checken Sie Ihre Verträge für Handy, Internet und Strom

Verträge: Ob bei Handy, Internet, Strom oder Versicherungen – achten Sie immer auf günstigere Vertragsmöglichkeiten. Wer den Stromanbieter regelmäßig wechselt, kann sich immer wieder einen Sofortbonus (etwa 100 Euro) und Neukundenbonus (ebenfalls etwa 100 Euro) sichern.

Spritkosten senken: Auto fahren kostet Geld, öffentliche Verkehrsmittel sind günstiger und per Fahrrad oder zu Fuß sind Sie sogar gratis unterwegs. Also einfach mal einige Fahrtstrecken kostenlos zurücklegen, das ist auch gut für die Gesundheit!

Strom- und Heizkosten: Mit Isolierband können Sie an Fenstern eventuell undichte Rahmen schnell und einfach abdichten. Das kann bis zu 20 Prozent der Heizkosten sparen. Und: Entlüften Sie Ihre Heizkörper regelmäßig vor der Heizsaison. Das senkt den Verbrauch um bis zu zehn Prozent.

Stand-by-Modus ist ein Stromfresser

Programmierbare Thermostate steuern Ihre Heizung, während Sie unterwegs sind oder schlafen. Das spart laut Stiftung Warentest bis zu zehn Prozent. Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten frisst kräftig Strom. Also Stecker ziehen! In einem Zwei-Personen-Haushalt können Sie damit jährlich im Schnitt rund 400 Kilowattstunden sparen. Das sind immerhin etwa 80 Euro.