Der Senat hat jetzt Bau und Betrieb von insgesamt 1000 Ladepunkten an Laternen in Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf ausgeschrieben lassen - als Forschungsprojekt „Neue Berliner Luft“. 2021/22 sollen sie gebaut werden. Beteiligt ist die Berliner Firma ubitricity. Foto: ubitricity

Berlin - Der deutschen Autoindustrie geht es schlecht. Die Verkäufe sind wegen Corona 2020 um 23 Prozent zurückgegangen, erklärte der Branchenverband VDA. Gleichzeitig klagt er, dass zwar ein größeres Angebot von E-Autos gefordert wird, aber die Lade-Infrastruktur nicht ausreichend wachse. Deshalb sollte es am Dienstagabend einen Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geben - es wurde dringend um Hilfe gebeten.

Vor allem wird es um öffentliche Ladesäulen gehen. Mit den Grünen ist sich der VDA einig, dass es mit gut 33.000 zu wenige sind und neue zu langsam entstehen: Schon jetzt kämen 13 Autos auf einen Ladepunkt, Ostern 2021 würden es 20 sein. Der Bau von 200 Ladesäulen pro Woche bundesweit sei zu wenig, es müssten 2000 sein, um das Ziel des Bundes zu erreichen, 2030 rund eine Million zu schaffen. 

Ein weiteres Thema ist, ob die Zahlung einer Förderprämie von bis zu 9000 Euro beim Kauf eines E-Autos um vier Jahre bis 2025 verlängert wird.

An der Videokonferenz nehmen auch Politiker mehrerer Bundesländer, Gewerkschafter und die Spitzen von Union und SPD teil.