Ramsan Kadyrow ist Anführer der russischen Provinz Tschetschenien. Seine Kämpfer gelten als besonders brutal. dpa

Ist die Unterwerfung der Ukraine tatsächlich Wladimir Putins einziges Kriegsziel? Beobachter wähnen den russischen Präsidenten schon längst im Krieg gegen seinen eigentlichen Gegner: die Nato. Und besonders die osteuropäischen Nato-Mitglieder leben in ständiger Angst vor einem möglichen Übergriff aus Moskau.

Kadyrow wartet auf Angriffsbefehl aus Moskau

Jetzt schürte der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow erneut solche Ängste und drohte Polen offen mit einem Angriff. In einem auf Telegram veröffentlichten Video sagt Kadyrow, die Ukraine sei für ihn bereits ein abgeschlossenes Thema. „Ich bin an Polen interessiert“, gab Kadyrow den Kurs des Kriegsverlaufs vor, „sollte es einen Befehl geben, werden wir zeigen, dass wir in sechs Sekunden bereit sind.“ Polen riet er, sich besser „die Waffen von Söldnern“ zu sichern, so Kadyrow.

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Seit Ende Februar diesen Jahres kämpfen tschetschenische Kampftruppen zur Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die ukrainischen Soldaten. Dabei gehen sie äußerst brutal vor.

Wie viele Kämpfer aus Tschetschenien in der Ukraine sind, ist unklar. Doch immer wieder gab es auch Meldungen, dass Kadyrow persönlich im Kriegsgebiet gewesen sein soll.

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Kadyrow regiert in Tschetschenien mit eiserner Hand

Der „Bluthund Putins“, wie Kadyrow genannt wird, regiert Tschetschenien mit eiserner Hand. Faktisch hat er dort die Scharia, das islamische Recht, eingesetzt. Er duldet die Verfolgung Homosexueller sowie sogenannte Ehrenmorde und soll außerdem Auftragsmorde aufgegeben haben. Es soll sogar eine Todesliste mit rund 500 Namen existieren.

Polen äußert regelmäßig seine Sorgen in Bezug auf den Ukraine-Krieg. Das Land könne ebenfalls ins Visier des russischen Staatspräsidenten Putin geraten, genauso wie die baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland, so die Erklärung. Zudem ist Polen das Land mit den meisten aufgenommen Flüchtlingen aus der Ukraine.