Wird die Corona-Spritze für alle Pflicht? imago/photosteinmaurer

Die Corona-Lage wird immer dramatischer. Das beeinflusst auch die Stimmung in Deutschland.

So plädiert inzwischen eine Mehrheit der Deutschen für ein allgemeine Corona-Impfpflicht. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der BamS sprachen sich 52 Prozent für die Impfpflicht aus. 41 Prozent der Befragten lehnten diese Maßnahme ab. Die übrigen sieben Prozent waren unentschieden oder machten keine Angaben.

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Auch der Tourismusbeauftragte der geschäftsführenden Bundesregierung, Thomas Bareiß, rechnet mit einer Corona-Impfpflicht auch in Deutschland. Die sich immer mehr zuspitzende Lage mache deutlich, dass eine Impfpflicht früher oder später nicht vermeidbar sei, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Es war in der Rückschau betrachtet falsch, das nicht gleich von Anfang an zu sehen. Die damalige Hoffnung ist nachvollziehbar, aber war nicht realistisch.“

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Auch Söder und Haseloff für Impfpflicht-Debatte

Nach der Ankündigung Österreichs, im Februar eine Corona-Impfpflicht einzuführen, wird auch in Deutschland über das Thema heftig diskutiert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gesagt, er glaube, man werde am Ende darum nicht herumkommen. Auch Vertreter von SPD und FDP lehnen eine Impflicht noch ab. Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) hatte  eine Impfpflicht als „diskutierbar“ bezeichnet.

Bareiß sagte: „Für mich ist es politisch nicht mehr verantwortbar, dass ganze Branchen, Einzelhändler, Restaurantbetriebe, Clubs, Bars und die ganze Kino-, Kultur- und Veranstaltungsszene 20 Monate im staatlich verordneten Krisenzustand leben und vor großen Existenzängsten stehen, während sich andere die Freiheit nehmen, sich nicht zu impfen.“ Man habe bisher mit historischen Maßnahmen und Summen viele Unternehmen retten können. Auf Dauer gehe das nicht.

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Thüringens Linke will Impfpflicht

Am Samstag sprach sich auch die Thüringer Linke für eine Corona-Impfpflicht aus. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag wurde bei einem Landesparteitag in Bad Blankenburg angenommen.

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