Nur bestimmte Menschen brauchen die Booster-Impfung. AP/Steve Mellon

Die Ständige Impfkommission (Stiko) verzichtet vorerst auf eine generelle Empfehlung für Auffrischungsimpfungen bei Senioren. Das Gremium empfiehlt die sogenannten Booster in der Corona-Pandemie bisher allein Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Dabei gehe es um Menschen mit Immundefekten oder Erkrankungen, bei denen das Immunsystem medikamentös herunterreguliert wird, etwa bei Autoimmunerkrankungen oder nach einer Transplantation, erklärte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens.

Eine Empfehlung nach Altersgruppen gebe die Kommission derzeit noch nicht, sagte der Stiko-Vorsitzende.

Entscheidung über generelle Empfehlung 

„Wann für Nichtrisikopatienten eine Auffrischungsimpfung nötig sein wird, ist wissenschaftlich deutlich schwerer zu beantworten“, sagte Mertens. „Die Entscheidung über eine Empfehlung dazu wird zumindest noch etwas dauern.“

Stiko-Mitglied Fred Zepp ergänzte, die Impfkommission werde mit Unterstützung des Robert-Koch-Instituts prüfen, wie häufig und wie ausgeprägt Covid-19-Erkrankungen aktuell in höheren Altersgruppen auftreten. „Sollte sich herausstellen, dass es ab einem bestimmten Alter gehäuft zu Impfdurchbrüchen kommt, könnte es auch zu einer allgemeinen Impf-Empfehlung etwa ab 60, 70 oder 80 Jahren kommen“, sagte Zepp den Funke-Zeitungen.