Die Impfstoff-Hersteller kämpfen mit Lieferproblemen - jetzt auch die US-Firma Moderna. Foto: Imago/Future Image

Das Impf-Chaos nimmt kein Ende: Nach Angaben des Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Peter Tschentscher, liefert nun auch Moderna weniger Impfstoff aus als zugesagt. „Gerade teilt das Bundeskanzleramt mit, dass jetzt auch die zugesagten Lieferungen der Moderna-Impfstoffe reduziert werden“, twitterte der SPD-Politiker. „Wie solle man da die Impfungen planen?“, fügte er an.

Lieferengpass ab 9. Februar

Moderna hatte bereits am Freitagabend mitgeteilt, dass man „kurzfristig angepasste Lieferschätzungen“ herausgegeben habe. Dennoch würden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten.

Zuvor hatte Italien bekannt gegeben, im Februar zunächst weniger Dosen von Moderna zu bekommen als erwartet. Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte in Rom, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle.

Alle aktuellen News aus Politik & Wirtschaft finden Sie hier.

Für die Woche vom 9. Februar würden von den geplanten 166.000 Dosen 132.000 geliefert. Auch die anderen zugelassenen Impfstoff von Biontech und Astrazeneca kämpfen derzeit mit Lieferengpässen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet für den Februar weitere fünf Millionen Impfdosen der drei Hersteller Astrazeneca, Biontech und Moderna. Bis zum 22. Februar hätten die Firmen Lieferungen mit Lieferdaten angekündigt, sagte Spahn am Samstag auf einer Diskussionsveranstaltung mit Experten und Vertretern aus der Pflege. Bislang seien 3,5 Millionen Dosen ausgeliefert worden, mehr als zwei Millionen davon seien bereits verimpft worden.