Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf dpa/Moritz Frankenberg

Anfang 2020 war bei ihr eine schwere Aortenklappenstenose diagnostiziert worden – bei diesem Herzklappenfehler schließt die Hauptschlagader nicht mehr richtig, das Herz ist geschwächt. Im Sommer 2020 hatte sich Doris Schröder-Köpf nach eigenen Worten auf den schlimmsten Fall vorbereitet. „Ich habe ein neues Testament verfasst“, sagte die SPD-Politikerin damals.

Ohne Operation hätte Doris Schröder-Köpf den Wahlabend nicht mehr erlebt

Doch jetzt meldet sich die 58-jährige Mutter zweier Töchter und eines Sohns nach ihrer schweren Herz-OP Ende 2020 und zwei anschließenden Schlaganfällen zurück auf der politischen Bühne. „Mir geht es inzwischen wieder ganz gut, zum Glück gab es keine weiteren gesundheitlichen Rückschläge“, sagte die niedersächsische Landtagsabgeordnete und Migrationsbeauftragte des Landes der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

Die Ex-Frau von Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Lebensgefährtin von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sprach von einem „Geschenk“, dass es ihr wieder gut gehe. So habe sie mittlerweile ihrer Mutter in Süddeutschland einen Besuch abstatten und auch wieder an einem Gottesdienst teilnehmen können.

Schröder-Köpf nennt ihre künstliche Herzklappe „Freundin“

Den Abend der Bundestagswahl habe sie gemeinsam mit Pistorius in der SPD-Zentrale in Berlin verbracht. „Das war ein richtiger Festabend – sowohl persönlich als auch politisch. Ohne meine künstliche Herzklappe hätte ich das alles nicht mehr erlebt.“

Ihre künstliche Herzklappe aus Carbon nennt Schröder-Kopf dem „NOZ“-Bericht zufolge „Freundin“. Mit viel Bewegung wolle sie sich nun fit halten, 2022 ein Konzert der Scorpions mit der ganzen Familie in Hannover besuchen. Lebensgefährte Pistorius werde dabei in die Pflicht genommen. Er mache Krafttraining und sei „viel sportlicher“ als sie. „Wenn er zu Hause ist, muss er mit mir marschieren.“