Anfang Juni kehrte Horst Seehofer ins Innenministerium in Berlin zurück. dpa/Michael Kappeler

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen über seine kürzlich überstandene Corona-Infektion berichtet, die ihn weitgehend politisch lahmgelegt hatte.  Jetzt sagte er: „Es geht mir gut.“

Die Infektion habe ihn vor allem mental belastet, weil er 2002 wegen einer verschleppten Grippe eine Herzmuskelentzündung bekommen hatte, vier Wochen auf der Intensivstation lag und mit dem Tode rang.

Seehofers Corona-Infektion wegen Friseurbesuch entdeckt

Im Mai kam es zur Quarantäne: „Meine Frau hatte sich testen lassen, weil sie zum Friseur wollte. Als der Test positiv ausfiel, wurde auch ich getestet. Ich bin heilfroh, dass ich niemanden angesteckt habe. Da hättet ihr was zu schreiben gehabt: der Bundesinnenminister als Superspreader.“

Wo er sich angesteckt hat? Unbekannt. Der 71-Jährige kam auch glimpflich davon: „Ich war zum Glück schon einmal geimpft und hatte vermutlich deshalb kaum Beschwerden. Aber es hat vier Wochen gedauert, bis ich nicht mehr positiv war.“

Seehofer lobte lachend das Gesundheitsamt in Ingolstadt für seine Konsequenz. Er habe unter dessen „strenger Aufsicht“ gestanden, samt „sofortiger schriftlicher Belehrung inklusive Strafandrohung im Falle von Verstößen gegen die Regeln und tägliche Meldepflicht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich von der Dame, die für mich zuständig war, bevorzugt behandelt wurde.“