Die meisten Schüler und Eltern sind unzufrieden mit dem Online-Unterricht. dpa/picture alliance

Vernichtende Studie zum Homeschooling: Der digitale Unterricht hat sich während der Pandemie nicht verbessert, so die einhellige Meinung von Eltern und Schülern in einer Umfrage des Digital-Verbands D21 und der Technischen Universität München, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

85 Prozent der Eltern und Schüler sagten in der Befragung, es gebe starke Probleme mit dem Internet. Entweder sei es zu langsam oder funktioniere gar nicht. Damit beschwerten sich nach einem Jahr Homeschooling sogar mehr Befragte über die Qualität der Internetverbindung als bei der Erhebung vor einem Jahr.

Immer mehr Eltern zweifeln an Kompetenz der Lehrer

37 Prozent der Befragten finden außerdem, dass die Lehrkräfte im Digitalen nicht kompetent sind. Auch hier ist die Unzufriedenheit gestiegen, 2020 zweifelten nur 30 Prozent die Online-Kompetenz der Lehrer an. 34 Prozent nennen mangelnde Unterstützung durch die Schule als Hindernis. Insgesamt schätzen die Befragten, dass Schülern während des Heimunterrichts nur gut die Hälfte (55 Prozent) der normalen Lerninhalte vermittelt wurde.

Nur die Hälfte des Lehrstoffs vermittelt?

Bei der Ausstattung mit den nötigen Geräten kommt es stark darauf an, wie viel Geld die Eltern haben. In Haushalten mit einem Monatsnettoeinkommen unter 3000 Euro stand durchschnittlich ein entsprechendes Werkzeug für den digitalen Unterricht zu Verfügung, bei über 5000 Euro waren es durchschnittlich drei.