Ein Fläschchen mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.  Foto: Robert Michael/dpa via AP) 

In Mecklenburg-Vorpommern können sich ab sofort alle Altersgruppen unabhängig von der Priorisierung mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Bei Menschen unter 60 Jahren ist jedoch vor dem Spritzen eine ausführliche Beratung durch den Impfarzt notwendig, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Schwerin mitteilte.

Der Impfstoff für ein größeres Patienten-Spektrum  

Dies bedeute, dass sowohl in den Impfzentren, durch mobile Teams oder in den Arztpraxen Astrazeneca unabhängig vom Alter oder der Impfreihenfolge verabreicht werden kann. „Auch Hausärzte haben auf diese Weise die Möglichkeit, den Impfstoff für ein größeres Spektrum an Patienten zur Verfügung zu stellen“, sagte Minister Harry Glawe (CDU) laut einer Mitteilung.

Für Menschen ohne Vorbehalte 

„Die Freigabe ist ein Angebot, dass diejenigen, die keine oder wenige Vorbehalte gegen den Impfstoff haben, die Möglichkeit nutzen können, sich gegen das Coronavirus auch impfen zu lassen. Ziel ist es weiter, dass kein Impfstoff liegen bleibt und wir weiter beim Durchimpfen der Bevölkerung vorankommen“, betonte Glawe.

In dieser Woche hatte Sachsen bereits die Impfpriorisierung für das Vakzin von Astrazeneca aufgehoben und es auch unter 60-Jährigen zugänglich gemacht.

Mittwochabend zog dann auch Bayern nach und gab den Impfstoff  in Arztpraxen für Erwachsene aller Altersgruppen frei. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in München mit: „Die Priorisierung bei Astrazeneca ist ab sofort aufgehoben, der Impfstoff kann in den Arztpraxen auch Personen unter 60 Jahren angeboten werden.“