Die Heizung auf höchste Stufe aufdrehen – das überlegen sich wegen der hohen Kosten viele zweimal. dpa/Fabian Sommer

Die Kosten für Gas und Öl explodieren, da denkt so mancher dreimal drüber nach, die Heizung ordentlich hochzudrehen! Um die Belastung wenigstens für Geringverdiener, viele Studenten und Auszubildende aufzufangen, vereinbarte die Ampel-Koalition einen einmaligen Zuschuss – denn vielen Verbrauchern droht im Sommer eine saftige Nachzahlung

Das Kabinett aus SPD, Grünen und FDP beschloss am Mittwoch entsprechende Pläne von Bauministerin Klara Geywitz (SPD). Unterstützung soll es für Wohngeldbezieher, für Studenten mit Bafög, Bezieher von Aufstiegs-Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe geben. Wohngeldbezieher, die alleine leben, bekommen 135 Euro, Zwei-Personen-Haushalte 175 Euro. Für jeden weiteren Mitbewohner sind noch einmal 35 Euro vorgesehen. Studenten, Auszubildende und andere Berechtigte erhalten pauschal 115 Euro.

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1,6 Millionen Menschen erhalten die Unterstützung

Laut Bauministerium profitieren von dem Zuschuss voraussichtlich 1,6 Millionen Menschen in 710.000 Haushalten mit Wohngeld, außerdem 370.000 Studenten, rund 50.000 Bezieher von Aufstiegs-Bafög und rund 65.000 Bürger, die Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld bekommen. Die Hilfe kostet den Bund fast 190 Millionen Euro.

Nach Einschätzung des Vergleichsportals Verivox mussten private Haushalte noch nie so viel für Heizung, Strom und Sprit zahlen, wie jetzt. Energie verteuerte sich binnen eines Jahres um 35 Prozent. Hohe Heizkosten belasten Haushalte mit geringen Einkommen erheblich stärker als die von Durchschnitts- und Gutverdienern.

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