Verwaiste Glühweinstände am Potsdamer Platz. Noch vor Weihnachten wollen Bund und Länder den Lockdown verschärfen. Foto: imago images/Andreas Gora

Die Länderchefs wollen heute mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über schärfere Corona-Regeln beraten. Einige Länder erließen bereits weitreichende Beschränkungen. In Sachsen zum Beispiel soll am Montag ein Lockdown beginnen. In Baden-Württemberg gilt bereits seit gestern eine Ausgangsbeschränkung.

Kanzleramt will Läden und Schulen schließen

Dass ein harter Lockdown kommt, gilt als sicher. Doch wann kommt er und was besagt er? Es gilt als relativ sicher, dass die Ministerpräsidenten einen Lockdown beschließen. Unklar ist jedoch noch, wann dieser starten soll und was er genau umfasst. Laut Bild-Zeitung plädiert das Kanzleramt für Laden-, Schul- und Kitaschließungen ab dem kommenden Mittwoch. Demnach sollen auch Friseure schließen, nur Lebensmittelläden und eventuell Drogeriemärkte sollen geöffnet bleiben.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) plädierte zudem für eine gemeinsame Entscheidung gegen die Öffnung der deutschen Skigebiete. „Alles andere wäre angesichts der Zahlen inkonsequent“, sagte er dem Spiegel.

Strikte Kontaktbeschränkung auch an Silvester

Auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus bekräftigte seine Forderung nach scharfen Kontaktregeln für die Feiertage. „Ich war immer skeptisch gegenüber gelockerten Kontaktbeschränkungen an Weihnachten und Silvester. Die Lockerung auf zehn Personen ohne Kinder unter 14 Jahren sollte verworfen und die Treffen auf zwei Haushalte beschränkt werden – auch an den Feiertagen. Wir brauchen eine Kombination aus strengen Regeln und Eigenverantwortung.“

Zum derzeit angepeilten Ende eines möglichen harten Lockdowns sagte Brinkhaus: „Am Wochenende nach dem Dreikönigstag ist die Ferienzeit überall zu Ende und alle Betriebe fangen spätestens dann wieder im vollen Umfang an zu arbeiten. Ich glaube aber nicht, dass ab dem 10. Januar alles wieder so ist wie im September.“