Die Angeklagten wurden vom Oberlandesgericht Dresden verurteilt.  Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Das Oberlandesgericht Dresden hat drei Männer und eine Frau im Zusammenhang mit der rechtsextremen „Gruppe Freital“ verurteilt.

Der Staatsschutzsenat verhängte am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren gegen einen 27-Jährigen, der nach Überzeugung der Richter an zwei Anschlägen beteiligt war.

Ein 53-Jähriger sowie ein 31-Jähriger wurden zu je zwei Jahren auf Bewährung verurteilt – wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Eine 31-Jährige wurde dafür zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Urteile gegen die Akteure der „zweiten Reihe“ sind nicht rechtskräftig.

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Es war bereits der zweite Prozess vor dem OLG Dresden im Zusammenhang mit der Freitaler Terrorgruppe. Die drei Männer und eine Frau standen seit September 2020 vor Gericht.

Gegenstand dieses zweiten Prozesses waren unter anderem ein Anschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Freital im Jahr 2015, ein Sprengstoffanschlag auf das Auto eines Freitaler Stadtrats und ein Anschlag auf ein Büro der Linkspartei.

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Während des Prozesses hatten die Angeklagten teils detaillierte Angaben zu Gruppentreffen und Tatvorbereitungen gemacht und über Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberunterkünfte und auf politisch Andersdenkende gesprochen.

Acht Mitglieder der Terrorgruppe waren bereits 2018 unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung zu Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt worden.