Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock fordert von einer künftigen Ampel-Koalition einen schärferen Klimakurs. dpa/Michael Kappeler

Zwei Wochen lang wurde auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow um die Rettung der Welt vor dem Klima-Kollaps gerungen, es gab Tränen, Wutausbrüche und Jubel.

Magere Ergebnisse der UN-Klimakonferenz

Und am Ende wurde es als bahnbrechender Erfolg gefeiert, dass sich die fast 200 Länder im „Klimapakt von Glasgow“ einig sind, sich von der Kohleverstromung verabschieden zu wollen, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle streichen und die Erderwärmung bei 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit stoppen zu wollen.

„Hier ist eine kurze Zusammenfassung: Blah, blah, blah“, ätzte Greta Thunberg über diese aus ihrer Sicht dürftigen Gipfel-Ergebnisse.

Grüne wollen früheren Kohleausstieg schon 2030

Auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock zeigt sich enttäuscht über die Beschlüsse. „Es ist bedauerlich, dass in der Schlussphase der Konferenz Indien und China die gemeinsame Forderung zum Kohleausstieg abgeschwächt haben“, erklärte Baerbock im ZDF-„heute journal“ . Die Staatengemeinschaft habe die Bedrohung durch die Kohlenutzung zwar anerkannt, „aber noch lange nicht gebannt“.

Für Deutschland sieht Baerbock den Ausstieg aus dem fossilen Verbrennungsmotor als eines der großen Projekte der nächsten Bundesregierung. Außerdem müsse der Kohleausstieg deutlich früher kommen, wenn die Welt insgesamt bis Mitte des Jahrhunderts klimaneutral werden wolle. Statt spätestens 2038 müsse er für die Grünen schon 2030 auf den Weg gebracht werden, fordert Baerbock.