Annalena Baerbock sorgt für mehr Mitglieder bei den Grünen. Foto: imago/Sepp Spiegl

Nach der Nominierung der Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (Union) liegen die Grünen bei einer Umfrage vorn: Sie würden nach einer Kantar-Umfrage für BamS bei einer Bundestagswahl jetzt 28 Prozent erzielen, die Union 27 Prozent.

Das wären sechs grüne Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche und zwei weniger für CDU/CSU, da allerdings deutlich mehr als bei der letzten Forsa-Umfrage für RTL/ntv-Trendbarometer, bei der die Union nur auf 21 Prozent kam. 

Die SPD mit dem Kandidaten Olaf Scholz rutschte bei der Kantar-Umfrage von 15 auf 13 Prozent ab. Gewählt wird am 26. September.

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Der im Unions-Kandidatenwettkampf dem CDU-Chef unterlegene CSU-Vorsitzende Markus Söder kam wegen der Umfragelage auf sein Argument zurück, dass Umfragen mehr sind als nur Stimmungsbilder: „Wir werden alles für ein gutes bayerisches Ergebnis tun, aber die Kernverantwortung liegt natürlich immer beim Kanzlerkandidaten, auch für das Ergebnis in Bayern. Denn heute ziehen Kandidaten die Parteien und nicht umgekehrt.“ 

Nicht nur die Umfragen machen die Grünen froh. Seit der Aufstellung Baerbocks am letzten Montag gab es 2159 Beitrittsanträge, sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. „Die Eintrittswelle in den letzten Tagen ist ein absoluter Rekord in der Parteigeschichte. Es läuft rund bei uns und das macht mir gute Laune.“ Ende 2020 hatte die Partei etwas über 107.000 Mitglieder, gut 10.000 mehr als im Jahr davor.