Novavax könnte Impfskeptiker überzeugen.
Novavax könnte Impfskeptiker überzeugen. AFP/Justin Tallis

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass Deutschland Anfang der kommenden Woche die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs von Novavax erhält. „Wir erwarten am Montag 1,4 Millionen Dosen des Novavax-Impfstoffes, in der Woche darauf noch mal 1 Million, dann mit einer gewissen Verzögerung weitere Chargen“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.

Das Unternehmen sei in der Vergangenheit mehrfach durch Hinweise aufgefallen, dass die Lieferungen nicht fristgerecht erfolgen könnten. Man sei aber im engen Austausch, sagte Lauterbach. Er gehe davon aus, dass man nächste Woche beliefert werde. Die Lieferungen würden dann an die Länder verteilt, die ihn „wahrscheinlich im Wesentlichen“ in den Bereichen einsetzen würden, wo die einrichtungsbezogene Impfpflicht greifen soll.

Beschäftigte im Gesundheitswesen werden bevorzugt

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich dafür ausgesprochen, das Präparat zunächst ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitswesen anzubieten. Novavax könnte eine Alternative für diejenigen sein, die Vorbehalte gegen die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna haben.

Das Vakzin von Novavax ist ein sogenannter Totimpfstoff. Er enthält keine Erbinformation wie mRNA oder DNA.