Wladimir Putin hielt sich während des gesamten Gesprächs mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Tisch fest. imago/Zuma Wire

Der bizarre Auftritt des russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen mit seinem Verteidigungsminister am Donnerstag hat die Gerüchteküche wieder angeheizt: Wie steht es um den Gesundheitszustand des Kremlchefs?

Auf Videobildern des Treffens ist zu sehen, wie sich Putin gegenüber von Sergej Schoigu an den Tisch klammert und sich auf seinem Stuhl zurücklehnt, während seine Füße unruhig wackeln. Die Aufnahmen haben im Internet Spekulationen bestärkt, dass Putin ernsthaft krank sein könnte.

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Ein Verdacht, der schon seit Monaten kursiert und den Kreml Anfang April veranlasste, jegliche Gerüchte zu dementieren und auch klarzustellen, dass Putin sich keiner Operation im Zusammenhang mit Schilddrüsenkrebs unterzogen habe.

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Doch der Auftritt von Donnerstag verstört etliche Twitter-Nutzer und einige US-Medien aufs Neue. So fiel der fast bewegungslose Putin auch der CNN-Mitarbeiterin Frida Ghitis auf: „Putin sinkt in seinen Stuhl und klammert sich an den Tisch. Ihm geht es gut, oder? Ist er gesund?“, fragte Ghitis auf Twitter. „Es ist für viele ziemlich offensichtlich, dass mit Putin etwas nicht stimmt“, schrieb auch der US-Senator Marco Rubio in dem Nachrichtendienst.

„Meine Mutter hat das früher auch gemacht mit dem Festhalten, als sie das Zittern aufgrund der Parkinson-Krankheit verbergen wollte“, twitterte ein anderer Nutzer.

Die Russland-Expertin und Journalistin Louise Mensch vermutete in einem Artikel bereits im März, dass Putin an der Parkinson-Krankheit leide und verlinkte jetzt erneut auf ihren Text. Ihrem Kenntnisstand nach müsse Putin mehrmals die Woche einen Arzt aufsuchen.

Russische Exiljournalisten hatten Anfang April 2022 den Gesundheitszustand Putins thematisiert und seine Krankengeschichte seit einer Rückenoperation im Jahr 2016 beschrieben. Demnach werde Wladimir Putin auch auf Reisen stets von einem Dutzend Ärzten begleitet. Zur medizinischen Entourage des russischen Präsidenten gehöre demnach ein Onkologe, ein Chirurg, ein HNO-Arzt und ein Spezialist für Infektionskrankheiten.