Russische Soldaten haben offenbar Hilfe von Neonazis. AFP/Olga Maltseva

Immer wieder hat Kremlchef Wladimir Putin seinen brutalen Angriffskrieg auf die Ukraine damit begründet, er wolle das Nachbarland „entnazifizieren“. Doch in Wirklichkeit müsste er erst mal seine eigenen Truppen von rechten Terroristen befreien! Wie ein internes Dokument des Bundesnachrichtendienstes (BND) belegt, kämpfen nämlich ausgerechnet für die Kremltruppen zahlreiche russische Rechtsextreme und Neonazis.

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„Wenigstens zwei Gruppen mit rechtsextremistischer Gesinnung“ kämpfen für Putin gegen die Ukraine

Das geht aus einem vertraulichen BND-Bericht hervor, wie der Spiegel berichtet. Dem siebenseitigen Dokument zufolge kämpfen mit der „Russian Imperial League“ (RIL) und der Gruppe „Rusich“ „wenigstens zwei Gruppen mit rechtsextremistischer Gesinnung“ gegen die ukrainische Armee.

Zudem setze Moskau zumindest eine rechtsextreme „Einzelperson für seine Zwecke ein“, heißt es laut Spiegel in dem vertraulichen Papier. Die Zusammenarbeit mit diesen Gruppierungen führe „den vorgeblichen Kriegsgrund der sogenannten Entnazifizierung der Ukraine ad absurdum“, schreiben die Analysten des deutschen Auslandsgeheimdienstes.

Anführer von Rechtsradikalen bei Kämpfen in der Ukraine verletzt

Im Bericht werden keine Angaben über die Anzahl rechtsextremistischer Kämpfer gemacht. Allerdings werden Gruppierungen und Einheiten benannt. Demnach hat die „Russian Imperial Legion“, der paramilitärische Arm der rechtsextremen Vereinigung „Russian Imperial Movements“, bereits in die Kämpfe eingegriffen.

Die Gruppe habe bereits in den Jahren 2014 und 2015 auf russischer Seite im ukrainischen Donbass gekämpft. Ihr Anführer Denis Gariejew sei bei den Kämpfen in der Ukraine verletzt und schließlich ausgeflogen worden, sein Stellvertreter sei ums Leben gekommen.

Die Gruppe „Rusich“ soll demnach ebenfalls in die Kämpfe verwickelt sein. Sie wird vielerorts der berüchtigten russischen Söldnertruppe „Wagner“ zugerechnet und war ebenfalls bereits 2014 und 2015 im Donbass im Einsatz. „Rusich“ soll spätestens Anfang April Teil der Kampfhandlungen auf ukrainischem Territorium geworden sein.

Dem BND zufolge war „Rusich“ damals „für besondere Brutalität bekannt“. Die Gruppe habe den Ruf gehabt, „niemals Gefangene zu machen“. Einer der beiden „Rusich“-Gründer gelte als Sadist.