Der AfD-Abgeordnete Hans-Jörg Müller bei einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen. Foto: Imago/JeanMW

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jörg Müller hat an einem Flughafen auf seinem Weg nach Mallorca randaliert. Auf einem Video, das zunächst in Telegram-Kanälen verbreitet und dann auch auf Müllers eigenem Twitter-Profil geteilt wurde, ist zu sehen, wie er sich laut über die geltenden Corona-Maßnahmen beschwert.

Müllers Ausraster erntet Hohn und Spott im Internet

Der deutsch-russische Schriftsteller Vladimir Sergijenko hat Müller dabei gefilmt, wie er auf die Schlange stehenden Passagiere deutete und sagte: „Die Leute werden hier terrorisiert!“. Die Flughafenbeamten bezeichnete er zudem als „aufgeplustert“. Nach eigenen Angaben landete der Politiker gerade mit einer Maschine aus Moskau, er schwärmte über die dort genossene Freiheit und meinte, Deutschland solle sich ein Beispiel an Russland nehmen. Laut auswärtigem Amt ist Moskau besonders von Corona betroffen – es gilt nach wie vor eine Reisewarnung.

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Als dem Abgeordneten ein Flughafenbeamter zuruft, er möge seine Maske aufziehen, zieht Müller eine sogenannte „Maskenbefreiung“ aus der Tasche. Geimpft sei er auch nicht: „Ich habe natürlich Antikörper gebildet, ohne je krank gewesen zu sein“. Er empfahl „jedem Bürger, sich so zu verhalten“.

Das Video erntete viel Hohn und Spott auf sozialen Medien. Selbst der Chefredakteur der Wochenzeitung Junge Freiheit, die im „Grenzbereich zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus“ eingeordnet wird, nannte Müllers einen „Prolet“ .