Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) und Berlins Regierender Michael Müller legten Kränze nieder. dpa/Wolfgang Kumm

Beim Gedenken an den Beginn des Mauerbaus vor 60 Jahren hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den 13. August 1961 als „Schicksalstag für die Deutschen und für die Welt“ bezeichnet. Der Tag habe Träume und Hoffnungen zerstört, Kinder von Eltern und Enkel von Großeltern getrennt sowie leidvoll in das Leben unzähliger Menschen eingegriffen, sagte Steinmeier bei der zentralen Zeremonie in der Gedenkstätte Bernauer Straße. Die Erinnerung an den Mauerbau vor 60 Jahren bleibe eine Herausforderung für die Zukunft.

Erinnerung an die Mauer-Toten

Berlins Regierender Bürgermeister Müller erinnerte an die vielen Opfer, die bei Fluchtversuchen aus der DDR ums Leben kamen, verletzt oder inhaftiert wurden. Im Anschluss legten Müller und Steinmeier am Denkmal für die Maueropfer Kränze nieder. Das geschlossene Brandenburger Tor sei zum Symbol für die Unterdrückung der Freiheit, die Mauer zum unübersehbaren Zeichen eines Unrechtsstaates geworden.

Am 13. August 1961 hatte auf Anordnung der damaligen DDR-Führung der Bau der Grenzanlagen begonnen, die die deutsch-deutsche Teilung besiegelten. Die 155 Kilometer lange Mauer umschloss 28 Jahre lang den Westteil Berlins. Allein in Berlin starben mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. Insgesamt waren an der innerdeutschen Grenze mindestens 260 Todesopfer zu beklagen. Erst mit dem Fall der Mauer 1989 endete die Teilung Deutschlands.