Also, Christian, das machst du so ... EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni doziert vor Finanzminister Lindner.
Also, Christian, das machst du so ... EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni doziert vor Finanzminister Lindner. AP/Olivier Matthys

Die  Bundesregierung ist bei der EU endgültig mit ihrem Plan gescheitert, keine Mehrwertsteuer auf die Gas-Umlage erheben zu müssen.  Aber  EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni gab Finanzminister Christian Lindner (FDP) schriftlich Nachhilfe, wie man die Preissteigerung für Gas sehr deutlich verringern könne.

Gentiloni führte in seinem Brief zwar aus,  es sei der Kommission nicht möglich, im  Fall Gas-Umlage (2,4 Cent pro Kilowattstunde) Abweichungen von der Mehrwertsteuer-Richtlinie vorzuschlagen.

Deutschland habe aber verschiedene andere Optionen, um Verbraucher weniger zu belasten, schrieb der italienische Politiker.

Gentilonis erster Vorschlag: Die Bundesregierung kann die Mehrwertsteuer, die bei der  Gas-Umlage wie auch beim Gaspreis selbst 19 Prozent beträgt, direkt an die Bürger zurückzahlen, gegebenenfalls an besonders „verwundbare“ Haushalte.

Die zweite Lehre: Die Bundesregierung kann die zusätzlichen Einnahmen direkt an die Gas liefernden Energiefirmen weiterleiten, um die Belastungen für die Endkunden zu verringern.

Drittens böte es sich in den Augen Gentilonis an, die  Gas-Umlage so zu senken, dass sie einschließlich der Mehrwertsteuer die 2,4 Cent erreicht.

EU-Kommissar: Deutschland darf Mehrwertsteuer auf Gas von 19 auf fünf Prozent  senken

Der letzte Vorschlag wäre wohl  der wirkungsvollste: Es stehe Deutschland frei, die Mehrwertsteuer auf Gas von 19 auf fünf Prozent zu senken.

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„Ich bin überzeugt, dass einer dieser Vorschläge helfen kann, dieses heikle Problem zu lösen“, resümierte Gentiloni laut FAZ.  Man stehe für weitere Gespräche mit dem deutschen Finanzministerium bereit.