Im Video heißt es: Im Corona-Winter sei die Couch zur Front geworden, die Geduld zur Waffe. Screenshot: BK

Wenn es darum geht, historische Ereignisse zu verstehen, sind Zeitzeugen eine wichtige Quelle. Ein neues Video der Bundesregierung nimmt nun genau diesen Fakt aufs Korn – und sorgt damit gleichzeitig für Gänsehaut. In dem Kurzfilm, der am Sonnabend im Netz veröffentlicht wurde, wird deutlich: Jeder, der momentan etwas für die Eindämmung der Pandemie tut, kann in der Zukunft ein Zeitzeuge für Erzählungen über den Kampf gegen Corona sein.

In dem rund anderthalb Minuten langen Film erzählt ein alter Mann namens Anton Lehmann scheinbar von einem historischen Ereignis. „Ich glaube, es war im Winter 2020, als das ganze Land auf uns schaute. Ich war gerade 22 geworden, studierte Maschinenbau in Chemnitz, als die zweite Welle kam.“ In dem Alter wolle man eher „feiern, studieren, jemanden kennenlernen oder mit Freunden einen trinken gehen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne mit uns“.

Das Video sorgt im Netz für Furore.

Video: Bundesregierung

Eine unsichtbare Gefahr habe das Land bedroht. „Also fassten wir alle unseren Mut zusammen und taten, was von uns erwartet wurde. Das einzig richtige. Wir taten: nichts, absolut gar nichts. Waren faul wie die Waschbären!“ Die Couch sei zur Front geworden, die Geduld zur Waffe. „Manchmal muss ich fast ein bisschen schmunzeln, wenn ich an diese Zeit zurückdenke. Das war unser Schicksal, so wurden wir zu Helden. Damals – in diesem Corona-Winter 2020.“

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Das Video, untermalt mit dramatischer Musik, schließt mit der Botschaft „Werde auch du zum Helden und bleib zuhause“. Der Film sorgt in den sozialen Netzwerken für viel positive Resonanz. „Tja wir können faul wie die Waschbären auf der Couch liegen! 100 Jahre davor mussten unsere Vorfahren jedoch ums nackte Überleben kämpfen - vielleicht versteht jetzt jeder, wie gut es uns geht“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook. Eine andere: „Herrlich! Man darf auch mal lachen. Liege gerade heldenhaft auf dem Sofa...“