Demonstranten vor dem Trump-Hotel in Chicago fordern die Auszählung aller Stimmen im Rahmen der Präsidentschaftswahl.
Foto:  Ashlee Rezin Garcia/Chicago Sun-Times/AP/dpa

Angesichts des noch offenen Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl richten sich alle Blicke auf die Bundesstaaten, in denen die Ergebnisse noch ausstehen. Bislang liegt der Herausforderer Joe Biden nach Angaben einiger US-Medien mit 264 Wahlleuten vorne, Amtsinhaber Donald Trump kommt auf 214 Stimmen. Für den Einzug ins Weiße Haus sind 270 Wahlleute erforderlich.

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Allerdings sind in diese Zahlen bereits elf Wahlleute für Biden aus Arizona eingerechnet. Andere US-Medien, darunter CNN, haben sich dort noch nicht auf einen Sieger festgelegt. In sechs Bundesstaaten stehen die Ergebnisse noch aus, darunter auch Alaska mit seinen drei Wahlleuten. Entscheidend sind jedoch folgende fünf Schlüsselstaaten:

Arizona (11 Wahlleute)

Einige US-Medien, darunter Fox News und Associated Press, riefen bereits am Mittwoch den Demokraten Biden zum Wahlsieger in dem südwestlichen Bundesstaat aus, andere legten sich für Arizona noch nicht fest. Bidens Sieg in Arizona vorausgesetzt, würde ihm bereits ein Bundesstaat wie Nevada mit nur sechs Wahlleuten für den Gesamtsieg reichen.

Georgia (16 Wahlleute)

Nach Auszählung von 94 Prozent der Stimmen hatte Trump in dem Südstaat einen Vorsprung von 50 Prozent gegenüber Biden mit 48,8 Prozent. Der Abstand schmilzt laut Hochrechnungen von US-Medien jedoch. Ein Ergebnis wurde im Laufe des Donnerstag erwartet.

Pennsylvania (20 Wahlleute)

Der Bundesstaat, der zu der als Rostgürtel bekannten Industrieregion im Norden der USA gehört, ist besonders umkämpft. 86 Prozent der Stimmzettel waren am frühen Donnerstagmorgen ausgezählt. Trump hat demnach mit 51,4 Prozent einen Vorsprung vor Biden mit 47,3 Prozent. Mit der Auszählung der vielen Briefwahlstimmen dürfte der in Pennsylvania geborene Biden weiter zulegen.

Mit dem Endergebnis ist nach Behördenangaben bis Freitag zu rechnen, da Briefwahl-Stimmen dort sogar noch bis zu drei Tage nach dem Wahltag gezählt werden, wenn sie den Poststempel vom 3. November tragen.

Nevada (6 Wahlleute)

86 Prozent der Stimmen in dem Wüstenstaat im Westen der USA waren am frühen Donnerstagmorgen ausgezählt. Dort, wo Hillary Clinton 2016 gewann, liegt derzeit auch Biden mit 49,3 Prozent knapp vor Trump mit 48,7 Prozent. Die Wahlbehörde des Bundesstaates kündigte an, die Auszählung werde im Laufe des Donnerstag fortgesetzt.

North Carolina (15 Wahlleute)

95 Prozent der Stimmen in dem konservativ geprägten Bundesstaat an der US-Ostküste waren am frühen Donnerstagmorgen ausgezählt. Trump liegt demnach in Führung mit 50,1 Prozent, Biden bei 48,6 Prozent. Allerdings werden Briefwahlstimmen, die spätestens am Wahltag abgeschickt wurden, noch bis zum 12. November akzeptiert.