Polizei steht am abgesperrten Tatort im Stadtzentrum von Birmingham - auch dort wurden im Stadtzentrum mehrere Menschen durch Messerstiche verletzt. Foto: Jacob King/PA Wire/dpa

Bei mehreren Messerattacken in der britischen Großstadt Birmingham ist in der Nacht ein Mensch ums Leben gekommen. Sieben Menschen seien durch Stiche verletzt worden, zwei davon schwer, teilte die Polizei der Region West Midlands am Sonntag mit. Der erste Angriff wurde gegen 0.30 Uhr im Stadtzentrum gemeldet. Kurze Zeit später habe es Berichte über weitere Attacken in der Nähe gegeben. Die Polizei sprach von einem „schwerwiegenden Vorfall“.

Die Suche nach einem Verdächtigen laufe; bislang gebe es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat oder ein Hassverbrechen, hieß es von der Polizei. Es deute auch nichts auf eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Banden hin, sagte Steve Graham von der West Midlands Polizei auf einer Pressekonferenz. „Es scheint sich um einen wahllosen Angriff zu handeln.“ Die Polizei leitete Mordermittlungen ein.

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Augenzeugen zufolge soll es angeblich vorher gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen gegeben haben. In den Clubs in der Umgebung des Tatorts habe es eine „multikulturelle Nacht“ gegeben, sagte Cara Curran am Sonntag der BBC. „Ich arbeite seit zwei Jahren in der Clubszene und habe viele Kämpfe gesehen, aber noch nie so etwas wie heute Nacht“, berichtete die Frau. Ihr zufolge sollen zwei Gruppen von Jugendlichen aufeinander losgegangen sein.

Die Polizei bat die Menschen, wachsam zu sein und sich von der Innenstadt fernzuhalten. Im britischen Fernsehen war zu sehen, dass große Bereiche des Stadtzentrums abgesperrt waren und Polizisten in Schutzanzügen den Tatort untersuchten.

Auch in London wurden am späten Samstagabend fünf Menschen durch Stiche verletzt. Eine Person habe möglicherweise lebensgefährliche Verletzungen erlitten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Fünf Menschen wurden laut Scotland Yard festgenommen.