Astrazeneca liefert der EU viel weniger Impfstoff als vereinbart.  Foto: AFP/Punit Paranjpe

Mit massiver Verärgerung reagierte die EU-Kommission auf die Ankündigung des Impfstoffherstellers Astrazeneca, im ersten Quartal 60 Prozent weniger Dosen als angekündigt zu liefern. Man habe auf einem genauen Lieferplan bestanden, auf dessen Grundlage die Mitgliedsstaaten ihre Impfprogramme planen könnten, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides zum tiefen Frust über die Verzögerung.

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Die EU-Kommission werde weiter auf mehr Zuverlässigkeit bei den Lieferungen und auf eine beschleunigte Verteilung der Dosen dringen, unterstrich Kyriakides. Als Grund für den Engpass gab Astrazeneca die geringere Produktion an einem Standort in der europäischen Lieferkette an, möglicherweise muss der Impfstoff aber auch erst auf die Virus-Mutationen angepasst werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist trotz allem zuversichtlich. Er erwartet für Februar mindestens drei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs und Ende Januar die Zulassung des Mittels in der EU.