Für wegen Corona annullierte Flüge sollen Passagiere schnell entschädigt werden. imago/Werner Otto

Sie wollten mit Lufthansa, KLM, Easyjet oder Ryanair abheben und der Flug wurde wegen Corona gestrichen? Dann aufgepasst, denn insgesamt 16 große Fluggesellschaften haben sich in Gesprächen mit der EU-Kommission verpflichtet, die Passagiere von zu Beginn der Corona-Pandemie annullierten Flügen künftig schneller zu entschädigen. Darunter sind neben Lufthansa und Easyjet auch die Linien Air France und Eurowings.

Innerhalb von sieben Tagen sollen die Fluggäste ihre Ticketkosten erstattet bekommen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Zudem kündigten die Airlines an, Passagiere besser über ihre Rechte im Falle von Flugstreichungen zu informieren.

Fluglinien drängten Passagieren Gutscheine auf

„Dies ist entscheidend, um das Vertrauen der Fluggäste wiederherzustellen“, sagte die für Verkehr zuständige EU-Kommissarin Adina Valean.

Die EU-Kommission und die Verbraucherschutzbehörden der Mitgliedsländer hatten im Februar Gespräche mit Fluggesellschaften angestoßen. Hintergrund ist, dass viele Linien die Kosten für Flüge, die wegen der Corona-Maßnahmen gestrichen wurden, oft nur widerwillig erstatteten.

Airlines erstatteten Geld für Flüge von 2020 bis heute nicht

So wurden Fluggäste unter anderem dazu gedrängt, Gutscheine für gestrichene Flüge anzunehmen, obwohl diese hätten erstattet werden müssen. „Zahlreiche Verbraucher in Europa warten immer noch darauf, ihr Geld für Flüge, die während der ersten Lockdowns 2020 gestrichen wurden, zurückzubekommen“, erklärte Monique Goyens, Chefin des Europäischen Verbraucherverbands (BEUC) dazu.

Die meisten Fluggesellschaften stimmten nun zu, dass solche Gutscheine, die bislang nicht genutzt wurden, ausgezahlt werden können. Nationale Behörden müssten noch entscheiden, wie mit den Fällen umgegangen werden soll, in denen Gutscheine nicht erstattet werden.