Christian Lindners Wahlkampf-Einsatz konnte nicht verhindern,  dass seine FDP aus dem niedersächsischen Landtag flog.
Christian Lindners Wahlkampf-Einsatz konnte nicht verhindern, dass seine FDP aus dem niedersächsischen Landtag flog. dpa/Michael Matthey

Das amtliche Endergebnis gibt es vor: Niedersachsen wird künftig rot-grün statt rot-schwarz regiert werden. Zwar verlor die SPD Stimmen, die CDU aber auch, und die Grünen legten so zu, dass sie die CDU als SPD-Partner ersetzen können. Bundespolitisch liegt Sprengstoff im Ergebnis: Die FDP flog aus dem Landtag in Hannover und könnte versuchen, in der Bundes-Ampel gegen SPD und Grüne stärker auf ihren Positionen zu bestehen. Die Linke scheiterte erneut an der 5-Prozent-Hürde.

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Die SPD mit 57 und die Grünen mit 24 kommen zusammen auf  81 Sitze im Landtag und erlangen die absolute Mehrheit. Die CDU erreichte 47 Sitze,  die deutlich erstarkte AfD auf 18. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kann damit seine dritte Amtszeit angehen, während CDU-Landeschef Bernd Althusmann seinen Rücktritt ankündigte. 

Dass das Ergebnis im Bund Wirkung zeigen wird, machten verschiedene Äußerungen aus der  FDP klar. Parteichef Christian Lindner beispielsweise führte die Pleite auch auf die Bundeskoalition mit SPD und Grünen zurück. Viele Unterstützer fremdelten mit dem Bündnis: „Wir sind in der Ampel-Koalition aus staatspolitischer Verantwortung, nicht weil SPD und Grüne uns von den inhaltlichen Überzeugungen so nahe stünden.“