Heiko Maas fährt gerne selber Auto. Hier sitzt er 2013 am Steuer eines Renault in Saarbrücken. Imago/Becker & Bredel

Für den Außenminister gilt Sicherheitsstufe 1. Das heißt: Personenschutz rund um die Uhr, Fahrten nur in gepanzerten Autos. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt gibt es noch einen Anspruch auf. Doch Ex-Außenminister Heiko Maas (55) verzichtet darauf.

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Normalerweise werde man nach dem Ausscheiden aus dem Amt noch sechs Monate begleitet von seiner Sicherheit, erzählt Maas in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Ich habe meiner Sicherheit gesagt, dass ab der Stunde null meines Ausscheidens als Minister auch meine Sicherheitsvorkehrungen auf null reduziert werden.“

Heiko Maas hat keinen mehr, der auf ihn aufpasst

Nun hat er keinen mehr, der auf ihn aufpasst: „Zumindest niemanden, der dafür bezahlt wird. Ich gehe jetzt alleine durch die Straßen und mag es. Das ist eine Form von Freiheitsgewinn, über den ich mich sehr freue. Ab und zu ertappe ich mich dabei, wie ich mich auf der Straße umschaue, ob meine Beschützer noch bei mir sind, aber eher aus reiner Gewohnheit.“

Heiko Maas (SPD), damaliger Außenminister, kommt im Oktober zu dem Tagungsort für die Koalitionsverhandlungen. dpa/Pedersen

Maas ist bei Carsharing-Unternehmen angemeldet

Ex-Außenminister Heiko Maas (55) setzt sich gerne selbst ans Steuer seines Autos. „Ich bin seit Jahren in Berlin in allen Carsharing-Diensten angemeldet, die es gibt“, sagt Maas. Er fahre seit Jahren selber, und das habe er auch als Außenminister gemacht.

„Ich bin selbstständig durch Berlin gefahren, und zwar unfallfrei“, sagte Maas. Anders als andere Politiker, die jahrelang chauffiert werden, muss er sich dem Interview zufolge nicht groß umgewöhnen. „Ich muss nicht noch mal Einparken lernen. Das habe ich immer als Teil meiner Selbstbestimmung empfunden – und das auch jetzt nach meinem Ausscheiden.“

Der SPD-Politiker war von 2018 bis 2021 Außenminister. Seit der jüngsten Wahl ist der Saarländer einfacher Bundestagsabgeordneter.