Am Wochenende konnten sich Kölner in einer Moschee mit Astrazeneca impfen lassen. imago/Future Image

Die EU hat ihren Impfstoffvertrag mit dem Hersteller Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängert. Das sagte Industriekommissar Thierry Breton im Radiosender France Inter. Grund sind nicht etwa mögliche Nebenwirkungen, sondern juristischer Streit.

Die Kommission befindet sich seit dem vergangenen Monat in einem Rechtsstreit mit dem Unternehmen wegen Lieferverzögerungen. Unter anderem hatte der Hersteller im ersten Quartal statt 120 Millionen Dosen nur 30 Millionen geliefert.

Weil das Serum besonders preiswert und wirksam ist, galt das Mittel von Astrazeneca zu Beginn als einer der großen Hoffnungen der Impf-Kampagne. „Das ist ein guter Impfstoff“, lobte auch Breton nochmals ausdrücklich.

Die EU-Kommission hatte erst am Samstag mitgeteilt, dass bis 2023 bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von Pfizer/Biontech gekauft werden sollen.

Sputnik-Deal stockt

Die deutschen Verhandlungen über den russischen Impfstoff Sputnik V sind laut Bild-Bericht derweil ins Stocken geraten. Offenbar ist Moskau mit den Anforderungen des europäischen Zulassungsverfahrens überfordert, gleichzeitig fehlt es an Rohstoffen für die Herstellung, so dass frühestens im Juli geliefert werden könnte.